Arbeiten, wenn andere schlafen – biodynamisches Licht als Unterstützung im Schichtdienst

Arbeiten, wenn andere schlafen – biodynamisches Licht als Unterstützung im Schichtdienst

Wer in einem Pflegeberuf arbeitet weiß, dass dieser Beruf in den meisten Fällen mit Schichtdienst verbunden ist. In Kliniken und Pflegeeinrichtungen ist Früh-, Spät- und Nachtdienst das klassische Arbeitszeitmodell. Sind die ungewöhnlichen Arbeitszeiten anfangs noch problemlos wegzustecken, wird es mit den zunehmenden Berufsjahren immer schwerer, die Arbeitszeiten mit dem natürlichen Biorhythmus des Körpers zu vereinbaren. Das Arbeiten in den Nachtstunden wird anstrengender, an einen erholsamen Schlaf tagsüber ist kaum noch zu denken. Doch besonders wichtig ist es in Gesundheitsberufen zu jeder Tages- und Nachtzeit uneingeschränkt leistungsfähig zu sein. Nicht selten geht es in diesen Berufsgruppen um Menschenleben, nicht selten kann ein kurzer Moment der Unachtsamkeit entscheidend für den weiteren Verlauf eines Lebens sein. Ohne Mitarbeitende im Nachtdienst wäre für die Stationen eines Akutkrankenhauses, einer Pflege- oder Rehabilitationseinrichtung undenkbar. Wie können die Pflegefachpersonen in ihrem natürlichen Biorhythmus unterstützt werden? Als Antwort auf diese Frage hat das PPZ Hannover ein spezielles biodynamisches Licht auf die PPZ Projektstation gebracht. Die biodynamischen Leuchten bringen den natürlichen Lichtverlauf des Tages bzw. der Nacht in Dienstzimmer und Aufenthaltsraum, leuchten also tagsüber mit kurzwelligem und abends und nachts mit langwelligem Licht. So soll ein gesteigertes Wohlempfinden, erhöhte Konzentration und ein erholsamer Schlaf im Anschluss an den Nachtdienst unterstützt werden.

Hierzu schreibt der Hersteller der biodynamischen Lampen:

„Denn wir brauchen Licht. Evolutionsbedingt sind wir es vom Leben mit viel Zeit unter freiem Himmel gewohnt. Licht bestimmt neben sozialen Einflüssen ganz entscheidend unseren Tag-Nacht-Rhythmus. Es taktet unsere innere Uhr, den zirkadianen Rhythmus. Und während das Tageslicht selbst an trüben Tagen noch um die 10 000 Lux hat, sind wir Drinnen bei konventioneller künstlicher Beleuchtung, wenn es gut läuft, mit 500 Lux umgeben. Wir befinden uns in biologischer Dunkelheit. Uns fehlt die positive Wirkung des Tageslichts und seiner Dynamik. Diesen Aspekt korrigiert biodynamisches Licht, auch als Human Centric Lighting bezeichnet. Es stellt den Menschen und seine natürlichen Lichtbedürfnisse in den Mittelpunkt. Es berücksichtigt neben visuellen auch emotionale und biologische Aspekte des Lichts. Angelehnt an das Vorbild Tageslicht verändert es dynamisch im Tagesverlauf Lichtfarbe und Beleuchtungsstärke. Es stellt das richtige Licht zur richtigen Zeit entsprechend der jeweiligen Lebens- oder Arbeitssituation.“

(Waldmann, o.D.)

Erste Rückmeldungen von den Pflegefachpersonen sind überwiegend positiv. So berichten Mitarbeitende von einer Entspannung für die Augen im Vergleich zum weißen Neonlicht, dass die Stationszimmer regulär ausleuchten. Wir werden weiterhin berichten, wie die Pflegefachpersonen der Projektstation den Einfluss des biodynamischen Lichtkonzeptes auf ihren Arbeitsalltag, ihr Wohlbefinden und ihre Produktivität wahrnehmen.

Waldmann (o.D.): Gesundes Licht – Human Centric Lighting – Biodynamisches Licht VTL, [online] https://www.waldmann.com/entdecken/the-light-of-health/biodynamische-beleuchtung-hcl.172.de.html [abgerufen am 14.06.2023]

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